Die Geschichte einer Familie beginnt in Baldarin
Für unsere Familie war der Campingplatz Baldarin nie einfach nur ein Campingplatz. Er ist ein Ort, der tief mit unserer Familiengeschichte verbunden ist – ein Ort voller Erinnerungen, Freundschaften, Traditionen und Emotionen, die sich über Generationen erstrecken. Meine Großeltern, Klaus und Brigitte „Gitti“ Wagner, kamen 1969 zum ersten Mal mit ihren drei Kindern nach Baldarin.
Meine Mutter, die älteste der drei, war damals erst sechzehn Jahre alt. Zu dieser Zeit hieß der Campingplatz noch Eldorado Akapulka. Der Campingplatz gehörte damals einem Deutschen namens Hubert, und mein Großvater wurde schon bald eng in das Campingleben eingebunden. In den ersten Jahren übernahm er als Huberts Stellvertreter zahlreiche Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
Freundschaften fürs Leben
Jeden Sommer wurde Baldarin zu einem Treffpunkt für Freunde aus ganz Europa – Familien aus Holland, der Tschechoslowakei, Slowenien, Deutschland und Belgien kehrten Jahr für Jahr zurück. Zwischen Zelten, gemeinsamen Mahlzeiten, abendlichen Gesprächen und endlosen Sommern am Meer entstanden Freundschaften fürs Leben.
Vom ersten Campingplatz zum Stellplatz Nummer 1
Zu Beginn campierte meine Familie unterhalb des Bereichs, in dem heute die Pizzeria steht. Später legte mein Großvater persönlich den Platz frei und bereitete das Gelände vor, aus dem schließlich Stellplatz Nummer 1 wurde. Von da an wurde er zum festen Platz unserer Familie in Baldarin. Noch heute ist dort der kleine Grundstein mit den Initialen „K + G 1969“ zu sehen – eine stille Erinnerung daran, wo die Geschichte unserer Familie in Baldarin begann.
Ein Ort für wichtige Familienmomente
Im Laufe der Jahre wurde Baldarin zum Schauplatz vieler wichtiger Familienmomente. Meine Eltern verbrachten dort 1974 ihre Flitterwochen. 1975 erfuhren sie während ihres Aufenthalts auf dem Campingplatz, dass sie ihr erstes Kind erwarteten. Und 1977 lernte ich dort laufen.
Erinnerungen, die über die Jahre gesammelt wurden
Wie viele Familien, die sich Baldarin verbunden fühlen, haben auch wir im Laufe der Jahrzehnte unzählige Geschichten, Erinnerungen und Fotos gesammelt. Vor zwei Jahren, anlässlich des 55. Jahrestages der Verbindung unserer Familie mit dem Campingplatz, habe ich ein besonderes Baldarin-Fotoalbum zusammengestellt, gefüllt mit wertvollen Bildern und Erinnerungen an all die gemeinsamen Sommer.
Die Liebe zu Baldarin an die nächste Generation weitergeben
Heute wird diese Verbundenheit mit der nächsten Generation weitergeführt. Mein Sohn kam bereits im Alter von fünf Monaten zum ersten Mal nach Baldarin, und er liebt diesen Ort genauso sehr wie der Rest unserer Familie. Nach vielen Jahren des Hoffens konnten wir im vergangenen Jahr endlich wieder auf Stellplatz Nummer 1 bleiben. Für mich war das ein unglaublich emotionaler Moment, denn dieser Ort trägt den Geist meiner Großeltern und das unbeschwerte Glück der Sommer meiner Kindheit in sich.
Ein Ort der Kraft, Erinnerung und Verbundenheit
Das Leben brachte schwierige Zeiten für unsere Familie, und irgendwann konnten meine Großeltern nicht mehr an den Ort zurückkehren, den sie so sehr liebten. Doch Baldarin blieb immer ein Teil von ihnen. Nach ihrer Pensionierung verbrachten sie ganze Saisons dort und fanden zwischen den Pinien, dem Meer und den Menschen, die Teil ihres Lebens geworden waren, Ruhe, Glück und ein echtes Gefühl der Verbundenheit.
Die Nummer 1, die zu einem Teil von ihr wurde
Für mich ist Stellplatz Nummer 1 weit mehr als nur ein Campingplatz – er ist mein Ort der Kraft, der Erinnerung und der Verbundenheit. Deshalb habe ich mir die Nummer 1 während einer 34-stündigen Tattoositzung auf den Rücken tätowieren lassen. Daneben finden sich Symbole, die eng mit Baldarin und der Geschichte meiner Familie verbunden sind: ein weißer Cres-Hirsch, ein blauer Volkswagen Käfer, Lavendel und Rosmarin – Düfte und Bilder, die mich sofort auf die Insel und zu meinen Großeltern zurückbringen.
Ein Foto ist für uns von besonderer Bedeutung. Jedes Jahr machen wir im Hafen dasselbe Foto, bevor wir mit der Fähre von Valbiska nach Merag fahren. Das jüngste Foto zeigt meinen Mann und meinen Sohn gemeinsam, bevor sie ihre Reise nach Baldarin fortsetzen – und damit eine Tradition weiterführen, die inzwischen über Generationen besteht.
Die beiden Möwen auf meinem Tattoo symbolisieren meine Großeltern Klaus und Gitti – frei, friedlich und für immer mit dem Ort verbunden, den sie so sehr liebten. Irgendwie fühle ich mich ihnen dort in Baldarin noch immer ganz nah.
Eine Tradition, die weiterlebt
Und so zählen wir jedes Jahr aufs Neue die Tage, bis wir wieder an den Ort zurückkehren, der für uns immer der schönste Ort der Welt sein wird.